Wissenswertes über Druckertinte: Woraus besteht sie eigentlich?

Wer einen Drucker kaufen möchte, der kann grundsätzlich zwischen einer Reihe unterschiedlicher Druckertinten unterscheiden. Egal, ob die Druckertinte vom Original-Hersteller oder vom Drittanbieter stammt – in einem Punkt müssen alle Druckertinten übereinstimmen. Die Tinte darf im Tintenstrahldrucker nicht eintrocknen, sollte auf dem Papier aber möglichst schnell trocknen, damit Gedrucktes nicht verwischt. Worauf beim Drucker und speziell bei der Tinte geachtet werden muss, zeigt der nachstehende Ratgeber.

Die Grundlagen zur Druckertinte

Wer sich einmal mit der Anschaffung von Druckertinte beschäftigt hat, wird festgestellt haben, dass Hersteller mit unterschiedlichsten Eigenschaften werben. Einige Unternehmen bieten Druckertinten mit UV-Beständigkeit an, andere Hersteller hingegen versprechen beste Qualität für Fotografien.

Grundsätzlich werden alle Druckertinten mit ähnlichen Grundmitteln versehen. Druckertinte besteht demnach im Kern immer aus Wasser, Glycerin und Farbstoffen. Während das Wasser für die liquiden Eigenschaften notwendig ist, wird Glycerin dafür eingesetzt, dass sich die Farbe nicht versehentlich lösen kann. Farbstoffe sorgen dann für die nötigen Farben, die bei einem Tintenstrahldrucker eingesetzt werden.

Abseits dieser Kern-Reagenzien verwenden Hersteller von Druckern oder Drittanbieter von Druckertinten aber noch viele weitere Produkte, mit denen die Eigenschaften der Tintenpatronen mit einem Feinschliff versehen werden.

Wichtig zu erwähnen: Druckertinte wird immer nur für Tintenstrahldrucker verwendet – in diesem Fall werden Patronen eingesetzt. Laserdrucker arbeiten mit Tonern, in deren Farbe in Form von Pulver gelagert ist.

Die Eigenschaften einer Druckertinte

Neben den verschiedenen Zusätzen stellen Hersteller und Nutzer auch bestimmte Anforderungen an die verwendeten Tinten vom Drucker. Je besser die Eigenschaften sind, desto hochwertiger und präziser kann die Tinte auf das Druckmedium gebracht werden. Eine Druckertinte muss in mindestens drei unterschiedlichen Kategorien punkten können. So kommt es bei einer Druckertinte auf die physikalischen Eigenschaften, auf die Druckeigenschaften und auf die gesundheitlichen Eigenschaften an.

In den Sektor der physikalischen Eigenschaften fallen beispielsweise Punkte, wie Viskosität oder Partikelgröße. Die Viskosität gibt den Faktor an, wie flüssig eine Tinte ist. Die Tinte darf nicht zu flüssig sein, damit sie nicht verwischt, sollte aber auch nicht zur hart sein, damit sie noch aus dem Druckkopf gelangen kann. Die Partikelgröße definiert beispielsweise, ob eine Tinte eine UV-Beständigkeit aufweist.

Die Druckeigenschaften bestimmten die Druckqualität. In diesen Bereich fällt beispielsweise auch die Präzision, mit welcher die Tinte auf das Papier gegeben werden kann.

Die gesundheitlichen Punkte bestimmen, ob eine Druckertinte giftig ist oder ob sie leicht entflammbar ist. Hersteller müssen alle diese Punkte genau beachten und prüfen, damit der Kunde zum Schluss ein gutes Produkt erhält.

Die verschiedenen Druckertinten

Im Sortiment der Drucker werden die verschiedensten Geräte aufgelistet. Auf der einen Seite gibt es die Drucker, die vorrangig für Texte eingesetzt werden – auf der anderen Seite gibt es auch die Drucker, die speziell für Fotografien eingesetzt werden. Je nach Modell werden unterschiedliche Druckertintenvarianten eingesetzt.

  • Die pigmentierte Druckertinte: Bei dieser Art von Druckertinte handelt es sich um eine speziell behandelte Druckertinte, die gerade beim Drucken von Texten oder Fotografien sehr gern eingesetzt wird. Die Druckertinte kann nicht-pigmentiert und pigmentiert gekauft werden. Bei einer nicht-pigmentierten Tinte sind die Moleküle der Farbe generell sehr instabil. Das bedeutet, dass sie gerade bei auftretendem UV-Licht ausbleichen können. Zudem lassen sich nicht-pigmentierte Farben leichter lösen, was allerdings bei einem Druck von Textdokumenten und Fotos unerwünscht ist. Aus diesem Grund gehören die pigmentierten Druckertinten zu den qualitativ hochwertigeren Tintenpatronen für den Druck von Texten. Die Farbmoleküle im Inneren schwimmen in der Trägerflüssigkeit und haben eine solche Größe, dass sie sich bei einer UV-Bestrahlung nicht auflösen können. Dadurch können Nutzer die gedruckten Dokumente in der Sonne liegen lassen, ohne dass ein Ausbleichen zu befürchten ist. Allerdings können nicht-pigmentierte Druckertinten in anderen Bereichen einen größeren Vorteil darstellen.
  • Die nicht-pigmentierte Druckertinte: Bei einer nicht-pigmentierten Druckertinte erhalten Kunden die sogenannte Dye-Tinte. Die Tinte einer Dye-Patrone ist generell wasserlöslich, weswegen die Tinte auch in der Sonne durch UV-Strahlung ausbleichen kann. Im Vergleich zu einer pigmentierten Druckertinte sind die Moleküle um das 70- bis 100-fache kleiner, weswegen ein Ausbleichen nicht zu verhindern ist. Allerdings können sich die Farbpigmente aufgrund der geringeren Molekülgröße wesentlich besser auf dem Papier verteilen. Die Farbstoffe sind in der Trägerflüssigkeit gelöst und können somit Farben sehr klar und präzise darstellen. Die Übergänge zwischen den Farben sind bei einer Dye-Tinte immer besser, als es bei einer pigmentierten Farbe der Fall ist. Auch die Qualität der Farbe ist höher – die Farben sind leuchtender und intensiver im direkten Vergleich.
  • Gemischte Druckertinte: Die gemischte Druckertinte wird gern auch als halb-pigmentierte Farbe verkauft. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus wasserlöslicher Farbe und pigmentierter Tinte. Wichtig zu wissen: Der Anteil der pigmentierten Farbstoffe ist in der Regel geringer, als der Anteil der nicht-pigmentierten Farbe. Durch den geringen Zusatz von pigmentierten Farbstoffen dürfen Hersteller das Präfix „Pigmentiert“ benutzen, haben aber den großen Vorteil, dass die Produktionskosten wesentlich geringer ausfallen. Allerdings erreichen die halb-pigmentierten Farbpatronen niemals die Qualität einer voll-pigmentierten Farbpatrone. Ein UV-Schutz ist nicht gegeben.

Die besondere Tinte für Textilstoffe

Neben den nicht-pigmentierten und pigmentierten Tintensorten gibt es auch die sogenannten Inktec-Textil-Tintensorten. Diese Druckertinte wird für den Direktdruck auf Textilien verwendet. Textilien haben die Besonderheit, dass sie anderen Einflüssen ausgesetzt sind. So wird ein T-Shirt immer wieder durch Wasch- oder Bleichmittel beeinflusst. Eine normale Tinte würde schon nach wenigen Waschvorgängen vollständig ausbleichen. Die Textil-Tinte gelangt tief in den jeweiligen Stoff und hakt sich fest. Somit bleicht die Farbe auch nach mehreren Waschgängen nicht aus.

Eine Besonderheit: Die Textil-Tinte kann Farben sehr leuchtend und stark wiedergeben – ähnlich wie die nicht-pigmentierte Farbe beim normalen Papierdruck.

Vielfalt der Druckertinte

  • Nicht-pigmentierte Farbe ist wasserlöslich und farbecht – wird gerne für Fotografien genutzt.
  • Pigmentierte Farben sind UV-beständig und werden gern für Textdrucke eingesetzt.
  • Inkjet-Textil-Tinte wird aufgrund der chemischen Beständigkeit für Textildrucke eingesetzt.

Das Auffüllen der Farbe

Generell wünschen sich die Hersteller, dass die Farbe innerhalb der Patronen nicht aufgefüllt wird, sondern die Patrone direkt durch eine neue Patrone ersetzt wird. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit des jeweiligen Herstellers. Allerdings lassen sich die Patronen der Tintenstrahldrucker problemlos auffüllen, falls sich die Farbe einmal dem Ende neigen sollte. Die Farbe kann zwischen 3 und 5 Mal komplett aufgefüllt werden, was bei einigen Herstellern oder Unternehmen als Refill-Dienst bezeichnet wird. Eine Refill-Patrone ist immer eine gebrauchte Patrone, die allerdings vollständig aufgefüllt und geprüft wurde.