Schreibwaren

Der Begriff Schreibwaren umfasst in der heutigen Zeit ein umfassendes Spektrum an Papier- und Büro-Artikeln, die für allerlei Zwecke genutzt werden. Auf dieser Seite geht es speziell um Schreibgeräte, die allerdings nicht nur dem Schreiben, sondern auch Zeichnen, Malen oder Skizzieren vorbehalten sind. Ob Gelschreiber, Fineliner, Multifunktionsstifte, Bleistifte, Textmarker, Kugelschreiber,Edding, Druckbleistifte oder Faserschreiber– es gibt unzählige Stift-Varianten, die für ebenso unterschiedliche Untergründe geeignet sind.

 

 

Schreibgeräte – vielfältige Varianten

Bereits die Geschichte der Schreibwaren zeigt uns, dass nahezu jeder Gegenstand, der in irgendeiner Form einen Strich hinterlassen kann, als Schreibgerät verwendet wurde. Angefangen beim Einritzen in den Felsen über Griffel und dreieckiger Spitze bis hin zu den filigranen Vogelfedern, die noch heute als Kalligraphie-Utensil eingesetzt werden.

Die heutigen Schreibwaren werden in die folgenden Abschnitte aufgeteilt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Minenstifte:

Die Mine besteht bei einem Minenstift aus einem schreibfähigen Material, zu früheren Zeiten Legierungen aus
Blei und Silber, heutzutage Graphit. Die Mine wird von einem weiteren Material ummantelt bzw. umhüllt, um als
Schreibgerät zu dienen.

Beispiele: Bleistifte, Buntstift, Kopierstift, mechanische Stifte. Druckbleistifte

Federstifte:

Bei diesem Schreibgerät ist der Name Programm. Entweder dieTinte oder die Tusche wird mit einer Federspitze
auf das Schreibmaterial aufgetragen.

Beispiele: Federkiel, Federhalter, Glasfeder, Schreibfeder, Ziehfeder, Tuschezeichner

Kugelschreiber / Tintenroller:

Im 20. Jahrhundert kreierte der Erfinder aus Ungarn den Kugelschreiber. Abgesehen davon fallen in diese Kategorien
auch Gelschreiber und Tintenroller.

Beispiele: Kugelschreiber, Tintenroller, Gelroller

Filzstifte / Faserschreiber:

Filz- und Faserstifte haben ihren Namen von dem vorherrschendem Fasermaterial, welches gleichmäßig in einer
Farbstofflösung getränkt wurde. Diese Farbe wird bis zur Spitze des Stiftes geleitet. Weitere Varianten sind der Edding,
Textmarker und der Whiteboard-Marker.

Beispiele: Filzstifte, Fasermaler, Textmarker, Edding, Board-Marker

Sonstige Schreibgeräte:

Viele weitere Stift-Varianten sind auf dem Markt vertreten, die je nach Utensil über einen anderen Aufbau und eine
andere Herstellung verfüge.

Beispiele: Multifunktionsstifte, Fineliner, Pinsel, Griffel, Wachsmalstifte

Die bekanntesten Schreibwaren – vom Bleistift bis hin zum Kugelschreiber

In unserem Alltag verwenden wir in der Regel nur noch eine Handvoll Schreibwaren, die sich als besonders alltagstauglich bewährt haben.

  • Handschriftliche Notizen werden meistens mit einem Kugelschreiber bzw. einem Bleistift geschrieben.
  • Sollen es optisch sehr auffällige Hinweise sein, dann kommen Fineliner und Edding zum Einsatz.
  • Für die Schönschrift oder für Grußkarten eignen sich dagegen vor allem Schreibfedern, Tintenschreiber und andere, feine Schreibwaren.

Jeder Stift und jedes Werkzeug erfüllt seinen eigenen Zweck und wird zudem mit dem passenden Hilfsmittel kombiniert.
Das können Anspitzer, Radiergummi, Tintenfass, Tintenkiller und weitere Utensilien sein, um die Schrift und Zeichnungen auftragen und/oder wieder entfernen zu können.

 

 

 

Kugelschreiber – eines der häufigsten Schreibwaren in unserem Alltag

Ganz gleich, ob es sich um einen Eintrag im Tagebuch, um das Schreiben der Einkaufsliste oder um eine kurze Telefon-Notiz handelt – der Kugelschreiber ist weltweit verbreitet und erfreut sich aufgrund vielerlei positiver Eigenschaften großer Beliebtheit.

Vorteile eines Kugelschreibers:

  • elegantes, einfaches oder verspieltes Gehäuse möglich
  • Minen lassen sich bei vielen Kugelschreibern wechseln
  • hochwertige Kugelschreiber-Minen trocknen nicht aus
  • verschiedene Kugel-Durchmesser für unterschiedliche Strichdicke
  • Tinte des Kugelschreibers ist wasserfest
  • in vielen Fällen ist die Tinte nach ISO 12757-2 auch dokumentenecht
  • Tinte trocknet sehr schnell
  • sehr wischfest
  • hohe Deckkraft
  • niedriger Verbrauch der Tinte
  • effiziente Schreibleistung

Nachteile eines Kugelschreibers: 

  • wechselbare Minen meistens nur bei hochwertigeren Kugelschreibern
  • Kugelschreiber müssen mit dem Kopf beim Schreiben nach unten gehalten werden, da die Tinte bei den handelsüblichen Kulis sonst nicht zur Kugel befördert werden kann
  • Kugelschreiber-Farbe lässt sich schlecht aus Kleidungsstücken waschen

Die Kurzform des Kugelschreibers ist „Kuli“, wobei diese Bezeichnung eigentlich für den 1928 entwickelten Tintenkuli gedacht war. Nachdem allerdings der Kugelschreiber in den 40er Jahren auf dem Vormarsch war, wird dieser Begriff mittlerweile ausschließlich als Kurzform für den Kugelschreiber eingesetzt.

Gut zu wissen: Obwohl der Kugelschreiber aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken ist, so unterliegt er in deutschen Schulen dagegen strengeren Regeln. In den meisten Schulen ist der Einsatz eines Kugelschreibers erst erlaubt, wenn die entsprechende Jahrgangsstufe die Schrift und auch den Umgang mit einem Füllfederhalter vollständig erlernt hat. Meistens ist dies in der zweiten oder dritten Klasse der Fall. Teilweise werden für Linkshänder Ausnahmen gemacht, da sie mit einem Füllfeder und ihrer linken Hand mit ständigen Verwischungen leben müssten.

Bleistift – radierbarer Stift für Zeichnungen und Schriften

Ein weiteres, äußert häufig anzutreffendes Schreibgerät ist der Bleistift. In jedem Haushalt und bei jeden Schreibwaren darf dieses
Utensil nicht fehlen, welches zur Vervollständigung allerdings einen Radiergummi und einen Anspitzer benötigt.

In einem Schaft ist bei einem Bleistift eine Mine eingebettet. Interessanterweise handelt es sich um das innenliegende Material nicht
um Bleierz, obwohl bei dem 1564 entdeckten Graphitvorkommen ursprünglich davon ausgegangen wurde. Stattdessen handelte es
sich damals um einen Irrtum, woraufhin der Bleistift (auch Bleier genannt) seinen Namen erhielt.

Statt Blei enthält ein Bleistift allerdings eine Graphit-Mine, mittlerweile ein Gemisch aus Graphit und Ton. Der Schaft besteht
dagegen in der Regel stets aus Holz.

Wissenswert: Es gibt klassische Bleistifte und farbige Buntstifte. Dazu werden auch Druckbleistifte oder Fallminenstifte angeboten,
die mit einem Metall- bzw. Kunststoff-Mantel versehen sind.

Zahlreiche Bezeichnungen der Bleistifte

Die beliebten Schreibwaren sind in Deutschland nicht nur als Bleistifte bekannt, sondern unter zahlreichen, weiteren Begriffen.

  • Reißblei
  • Schreibblei
  • Wasserblei
  • Bleiweißstifte
  • Crayon

 

 

Anwendungsgebiete eines Bleistiftes

Wer bewusst einen Bleistift einsetzt, hat meistens das Ziel, die geschriebenen Worte oder Zahlen
schnell und einfach wieder wegradieren zu können. Dabei hinterlassen radierte Bleistifte deutlich
weniger Spuren, als es beispielsweise bei dem Löschen von Tinte der Fall ist.

Ein weiteres, großes Anwendungsgebiet ist das Zeichnen. Dabei geht es nicht nur um private
Zeichnungen, sondern beispielsweise auch um künstlerische oder technische Skizzen.
Für Erst- und auch oft Zweitklässler sind Bleistifte ebenfalls das einzig eingesetzte Schreibutensil,
ehe sie auch die Handhabung mit anderen Schreibwaren erlernen.

Die Gründe, weshalb Bleistifte vor allem für Schreibanfänger
eingesetzt werden, sind einleuchtend:

  • einfach zu handhaben
  • lassen sich radieren
  • auch mit Spitze nach oben schreibbar
  • hohe Lichtechtheit
  • verwischt nur wenig

Härtebezeichnung der Bleistift-Schreibwaren

Um die einzelnen Bleistifte in ihren Minen zu unterscheiden, wurden für diese Schreibwaren sogenannte Härtebezeichnungen eingeführt.
Dabei weist jeder Härtegrad einen eigenen Charakter und damit auch entsprechende Anwendungsmöglichkeiten auf.

Anwendungsbereich Charakter Härtegrade
Künstlerische Skizzen,
Entwürfe und Studien
tiefschwarze und sehr weiche Mine 9B, 8B, 7B, 6B, 5B, 4B
Zeichnungen frei Hand und
eingeschränktes Schreiben
weiche und tonsatte Mine 3B, 2B, B
Schreiben und lineares
Zeichnen
mittlere Mine HB, F
technische und mathematische
Zeichnungen
harte Mine H, 2H
grafische Darstellungen und
technische, detaillierte Pläne
sehr harte Mine 3H, 4H, 5H
für spezielle Zwecke
(z.B. Kartografie)
extrem harte Mine 6H, 7H, 8H, 9H

Fazit – Schreibwaren für jeden Anwendungsfall

Wer sich in einem Schreibwarengeschäft oder online umsieht, entdeckt eine Hülle und Fülle an Schreibwaren. Es gibt für nahezu jeden Bedarf das passende Schreibgerät. Technische Zeichnungen werden beispielsweise häufig mit einem harten Bleistift vorgenommen. Hinweise auf einem Zettel werden mit einem auffälligen Edding markiert und in der Schule schreiben Kinder oftmals erst ab der zweiten Klasse mit einem Füllfederhalter, zu Beginn dagegen mit einem radierbaren Bleistift. Auch der Kugelschreiber Mehrweg ist im Alltag weit verbreitet und wird in edlen Versionen, aber auch als preiswertes Werbegeschenk von vielen Firmen abgegeben.