Fotodrucker

Ein Fotodrucker ist nicht nur für Kreative ein großes Thema: Immer mehr Nutzer legen Wert auf hohe Fotoqualität und entscheiden sich für ein Gerät, das auf den Druck von Bild und Foto spezialisiert ist. Aber was unterscheidet den Fotodrucker eigentlich von einem klassischen Tintenstrahldrucker?

Zunächst zeichnet sich natürlich durch beste Qualität beim Ausdrucken von Fotos aus. Dabei handelt es sich bei einem Fotodrucker meistens um einen Drucker mit Tintenstrahl-Technologie. Denn Tinte gilt immer noch als Vorreiter im Bereich der Farbfotografie – besonders, wenn es um hochauflösende Fotografien und Bilder geht.

Die vielfältige Auswahl an Papieren macht den Fotodruck besonders attraktiv: Hier werden meist spezielle Papierqualitäten eingesetzt – wahlweise glänzend, matt oder sonstwie besonders behandelt. Die Ausdrucke wirken sehr farbecht und können nicht nachträglich verschwimmen oder ausbleichen.

Aufbau und Papierfach

Ein Fotodrucker unterscheidet sich in nur wenigen Punkten von einem normalen Tintenstrahldrucker für übliche Papierdokumente. Während dieser meist nur ein Papierfach besitzt, verfügt der Fotodrucker in der Regel über mehrere Fächer und Einschübe für verschiedene Papierformate.

Das liegt daran, dass bei einem klassischen Tintenstrahler das Papier immer über eine Rolle gebogen wird. So können die Druckköpfe die Farbe am besten auf das Papier bringen. Wird jedoch ein Foto auf spezielles Fotopapier gedruckt, entfällt diese Biegung: Das Material ist schwerer als normales Papier und würde dadurch Knicke bekommen. Aus diesem Grund wird schweres Papier oft über einen speziellen Einschub eingelegt.

Solch ein Einschub befindet sich auf der Rückseite des Druckers und lässt sich in der Regel verstellen. Bei Bedarf lässt er sich auch so einfahren, dass der Drucker komplett an die Wand gestellt werden kann.

Ein handelsüblicher Fotodrucker, wie ihn zum Beispiel Canon, HP oder Epson im Angebot haben, kann Papierformate bis zum DIN A4 Format verarbeiten. Für A3 sind dann spezielle Geräte notwendig. Besonders häufig werden für den Fotodruck spezielle 10x15 cm-Papiere verwendet, sie haben die ideale Postkarten-Größe. Um dieses Format perfekt bedrucken zu können, benötigt das Gerät unbedingt auch einen Postkarten-Einschub.

Druckertinte und -papier

Ein Fotodrucker arbeitet – wie bereits erwähnt – in den meisten Fällen mit Tintenpatronen. Solche Tintenstrahldrucker gelten als besonders gut im Bereich Fotodruck, und in der Regel bleibt die Qualität eines Laserdruckers weit dahinter zurück. Dennoch werden Fotodrucker auch im Segment der Laserdrucker angeboten. Häufig muss für sie jedoch ein höherer Preis gezahlt werden als für einen gleichwertigen Tintenstrahldrucker.

Der klassische Fotodrucker kann mit unterschiedlichen Arten von Papieren arbeiten. So kann in das Gerät einerseits normales DIN A4-Papier für Drucke in Farbe oder Schwarz (z. B. Textdokumente) eingelegt werden. Gleichzeitig können Fotodrucker aber auch mit sämtlichen Fotopapieren arbeiten, die der Handel üblicherweise im Angebot hat.

Mit dem Fotopapier steigt und fällt die Qualität des Bildes – egal, ob es sich um Geräte von Epson, HP oder zum Beispiel um einen Canon Pixma handelt:  Ein Foto auf handelsüblichem DIN A4 Standardpapier hat eine andere Wirkung als eines auf hochglänzendem Untergrund. Das liegt vor allem an der Oberflächenbeschaffenheit und dem Grad der Saugfähigkeit: Papiere für den Fotodruck sind oft sehr glatt und bringt sowohl Farbe als auch Schwarz optimal zur Geltung. Wer viel mit der Kamera arbeitet, weiß diese Qualität zu schätzen.

Piezo- und Bubble-Jet-Drucker 

Als Tintenstrahldrucker können die Fotodrucker mit zwei unterschiedlichen Verfahren arbeiten. Dabei wird zwischen Piezo-Druckern und dem Bubble-Jet-Drucker unterschieden. Beide Druckervarianten gehören in die Familie der sogenannten DOD-Drucker (Drop-On-Demand-Drucker).

Piezo-Drucker stammen beispielsweise von der Firma Epson. Sie bringen die Tinte durch eine Düse auf das Papier, hinter dem sich sogenannte Piezo-Kristalle befinden. Die Kristalle verdichten sich in der Tintenkammer und drücken somit die Tinte durch die Düse auf das Papier. Der Vorteil ist, dass das Piezo-Verfahren ohne hohe Temperaturen auskommt.

Das Bubble-Jet-Verfahren drückt die Tinte ebenfalls aus einer Düse. In diesem Fall wird die Tinte jedoch mit einem Überdruck aus dem Ventil gepresst. Dadurch entstehen hohe Temperaturen.

Beide Verfahren funktionieren im Alltag problemlos. Lediglich bei Nutzern, die sehr viel oder große Mengen drucken, empfiehlt sich früher oder später ein Piezo-Drucker: Bei ihm ist die Wahrscheinlichkeit der Überhitzung gleich Null. Beim Bubble-Jet-Verfahren zeigen sich dagegen gerade im Dauereinsatz schnell Verschleißerscheinungen. 

Thermosublimationsdrucker

Eine weitere, noch relativ neue Spielart des Fotodrucks ist der Thermosublimationsdruck, wie ihn Canon beim SELPHY einsetzt. Bei diesem Verfahren werden Farbfolien anstelle von Tinten verwendet: Diese Folien werden über einen Thermo-Druckkopf stark erhitzt und auf das Fotopapier aufgedampft. Farbe und Papier gehen eine Verbindung ein, die solche Ausdrucke besonders lichtbeständig, wisch- und wasserfest macht.

Drucker mit Thermosublimations-Technologie bieten viele Möglichkeiten und Varianten im Bereich des Fotodrucks. Der Preis pro Bild ist zwar höher als bei gängigen Fotodruckern, die mit Tinten arbeiten. Doch auch die Haltbarkeit der entstandenen Foto-Ausdrucke ist deutlich höher: Hier gilt es, Kosten und Nutzen sorgfältig abzuwägen. 

Tempo und Kapazitäten

Fotodrucker weisen im Test eine hohe Druckgeschwindigkeit auf. Schon Standarddokumente können enorm schnell ausgedruckt werden, aber auch im Bereich Foto überzeugen die meisten Modelle mit einer respektablen Geschwindigkeit: Rund 15 Seiten pro Minute in Schwarz sind üblich. Geht es um Farbe, schaffen Fotodrucker in der Regel bis zu 10 Seiten pro Minute.

Wichtig zu wissen: Für Sonderformate (beispielsweise 10x15 cm) benötigt der Drucker weitaus mehr Zeit, egal ob es sich um Modelle von Epson, HP, Canon oder einem anderen der großen Hersteller handelt. So schafft der Drucker bei Postkarten zum Beispiel knapp 3 bis 4 Fotos pro Minute.

Wer besonders viele Fotos druckt, sollte sich einen Drucker zulegen, der mit fünf statt vier Tintenpatronen arbeitet. Solche Drucker werden mit einem besonderen Foto-Schwarz als Tinte bestückt: Die Qualität der Bilder gewinnt dadurch enorm, vor allem die Kontraste erscheinen klarer und schärfer. Allen, die beruflich mit Fotodruck zu tun haben, bietet das 5-Tank-System klare Vorteile.

Druckerzubehör

Was das Zubehör betrifft, so kommt es hier in erster Linie auf das richtige Papier an. Während für einen klassischen Tintenstrahldrucker das Standard-Büropapier häufig ausreicht, ist der Fotodrucker anspruchsvoller. Hier gilt es, mit unterschiedlichen Papiersorten ganz verschiedene Effekte und Ergebnisse zu erzielen.

Da das Fotopapier in der Regel in einen separaten Einschub eingelegt wird, hängt es von Hersteller und Modell ab, wie viel Blatt Papier auf einmal eingelegt werden können. Meist bewegt sich die Kapazität zwischen 20 und 30 Blatt. Bei Papier in Postkartengrößen sieht es ähnlich aus. Diese gängigen Papiersorten für professionelle Fotos sind heute bei den meisten Händlern im Angebot:

  • Normalpapier (60-90 g/m³)
  • Professionelles Fotopapier (210 g/m³)
  • Fotoglanzpapier (270 g/m³)
  • Mattes Fotopapier (170 g/m³)
  • Hochauflösendes Papier (100 g/m³)

Normalpapier wird für einfache Dokumente in Schwarz und Farbe verwendet. Fotoglanzpapiere, professionelle Fotopapiere und hochauflösende Fotopapiere sind ideal für scharfe und kontrastreiche Fotografien. Gerade bei Porträtaufnahmen ist professionelles Papier ein Muss! Das matte Fotopapier wird oft für Zeichnungen oder Pläne genutzt, wie sie Architekten oder Künstlern erstellen.

WLAN-Anbindung

Fotodrucker überzeugen im Test nicht nur durch die hohe Auflösung und den schnellen Druck. Sie bieten auch zahlreiche weitere Extras: So werden zum Beispiel immer mehr Fotodrucker mit WLAN ausgestattet. Daran gekoppelt ist oft die Möglichkeit, das Gerät über ein Smartphone anzusteuern. So können Druckaufträge mobil an den Drucker gesendet werden.

Mit WLAN ist auch die Nutzung des Fotodruckers im Netzwerk möglich – gerade in Büros ein Vorteil, auf den Unternehmen nur ungern verzichten! Denn im Netzwerk können mehrere Computer auf den gleichen Drucker zugreifen.

Der Hersteller Canon bietet Modelle, die auch im Bereich Konnektivität laufend verbessert werden. Neben dem bekannten Canon Pixma, fast schon einem Klassiker unter den Fotodruck-Geräten, hat der Hersteller zum Beispiel den Canon SELPHY herausgebracht: Mit ihm können Nutzer von einer Vielzahl mobiler Geräte aus drucken. Dazu gehört neben Smartphone, iPhone und iPad auch die Kamera.

Der SELPHY – mobil, kompakt, vielfältig.

Auch der Canon SELPHY kommt mit WLAN. Vor allem aber bietet er zahlreiche Extras: So hat er zum Beispiel verschiedene Möglichkeiten der Bildbearbeitung im Angebot. Dazu kommen das Experimentieren mit Kreativeffekten und die Auswahl zwischen verschiedenen Oberflächen und Layouts. Ein Highlight ist auch der Passfoto-Druck in vielen gängigen Formaten.

Kurz: Der SELPHY ist ein Drucker mit hohem Spaßfaktor! Denn dieser Thermosublimationsdrucker druckt nicht nur, sondern bietet tolle Möglichkeiten, das Beste aus dem Bild herauszuholen.

Fotodrucker oder doch lieber klassischer Tintenstrahldrucker? Wer Preis und Angebot der Geräte sichtet, sollte die Vor- und Nachteile im Blick haben:

Vorteile

  • Leistungsstarker Druck 
  • Beste Qualität für Bild und Foto
  • Kabellose Verbindung über WLAN möglich
  • Nutzung nicht nur vom Computer, sondern auch mobil 
  • Separater Papiereinschub für Fotopapier
  • Bubble-Jet oder Piezo möglich
  • Neue Modelle (z. B. Canon SELPHY) bieten kreativen Spielraum

Nachteile

  • Hoher Tintenverbrauch bei Vielnutzung
  • Vieldruckern wird ein Fotodrucker mit 5 separaten Tintentanks empfohlen
  • Beim dem Preis für Tinte und Zubehör sollte man aufpassen – hier können sich hochwertige kompatible Alternativpatronen lohnen, z. B. von PRINDO.

Fazit: die Nutzer, die Unterschiede.

Fotodrucker von Canon, Epson & Co sind vielseitig. Sie können nicht nur im Büro oder Fotostudio genutzt werden, sondern finden auch immer mehr Einzug im privaten Bereich. Unterschiede zeigen sich in Sachen Tankumfang, Größe des Druckers und der Ausstattung mit mobilen und kreativen Tools. So müssen Käufer von reinen Fotodruckern manchmal auf bürorelevante Funktionen wie zum Beispiel einen Scanner oder Ausdrucke in A3 verzichten.

Während Gelegenheitsdrucker mit vier Tintentanks auskommen, werden Vieldruckern und besonders anspruchsvollen Nutzern die Modelle mit 5-Tank-System empfohlen: Sie bieten ein kontrastschärferes Bild und besitzen zudem optionale XL-Tintentanks, mit denen sich die Seitenreichweite auf Wunsch erhöhen lässt. Das senkt auch den Preis!

Das Niveau der Modelle großer Hersteller ist mittlerweile hoch. Für die berufliche Nutzung lohnt sich daher ein genauer Blick auf Preis, Ausstattung und WLAN Konnektivität. Wer dagegen Spaß am Experimentieren und eine kreative Ader hat, dem sei ein Fotodrucker wie der Canon SELPHY empfohlen.