A3 Drucker

Bei einem A3 Drucker handelt es sich um die Beschreibung für einen Drucker, der auch als Großformatdrucker bekannt ist - nicht um die Bezeichnung für eine spezielle Drucktechnik (Laser- oder Tintenstrahl).

Der A3 Drucker ist im Kern ein normaler Drucker, der optisch lediglich etwas breiter erscheint als der A4 Drucker. Das liegt daran, dass das DIN A3-Papierformat größer ist, als das normale DIN A4-Format, welches üblicherweise in einem Standard-Drucker verwendet wird.

Erscheinungsbild

Der Aufbau der Drucker unterscheidet sich nicht von DIN A4-Druckern. Das Papier wird entweder in den Drucker eingelegt, kann bei einigen Modellen von Canon oder HP aber auch in einem separaten Papierfach auf der Hinterseite des Gerätes eingesetzt werden. Der Papiereinzug zieht das Papier in den Drucker – der Druckkopf wandert über das Papier und färbt das Papier in gewünschten Farben ein. Entweder werden Papiere zeilenweise oder komplett bedruckt, was wiederum von der Art des Druckers abhängt.

Weitere optische Unterschiede sind zwischen A3 Druckern und A4 Druckern kaum auszumachen und hängen – wenn überhaupt – von eingebauten Sonderfunktionen der Hersteller ab. Professionelle A3 Drucker sind im Gegensatz zu privaten A3 Druckern höher und können als sogenannte Drucker-Tower ins Büro gestellt werden.

Funktionen

Hersteller bieten A3 Drucker sowohl als Laser- als auch als Tintenstrahldrucker an. Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile, was sich meist auch im Preis wiederspiegelt.

  • A3 Laserdrucker:

Der A3 Laserdrucker arbeitet mit einer sogenannten OPC-Bildtrommel – der Organic Photo Conductor Bildtrommel. Diese Bildtrommel wird negativ geladen, wobei das eingezogene A3 Papier positiv aufgeladen wird. Der Laser im Inneren bestrahlt die Bildtrommel und neutralisiert alle Punkte, sodass später nur negativ geladene Teilchen auf das Papier gelangen. Das Bild wird bei einer Temperatur von knapp 200 Grad Celsius komplett auf das Papier gebrannt. Das führt dazu, dass nachfolgende Kopien schneller angefertigt werden können.

  • A3 Tintenstrahldrucker:

Der Tintenstrahldrucker druckt Bilder nicht in einem Schritt, sondern arbeitet zeilenweise. Dafür benutzt der Drucker entweder das Piezo-Druckverfahren oder das Bubble-Jet-Verfahren. Während letzteres Verfahren mit einer Frequenz von 10.000 Hertz und einer hohen Temperatur arbeitet, kann das Piezo-Verfahren mit 16.000 Hertz überzeugen. Der Piezo-Druck hat sich in den letzten Jahren bei A3 Druckern durchgesetzt, da die Tinte nicht durch Hitze auf das Papier gelangt, sondern mithilfe der sogenannten Piezo-Kristalle durch eine Düse auf das Papier gedrückt wird.

Druckkapazitäten

Die Druckkapazitäten variieren von Hersteller zu Hersteller. Auch ist die Technik des Druckers ausschlaggebend.

Ein A3 Laserdrucker schafft laut Angaben der Hersteller zwischen 20 und 25 Seiten pro Minute. Jede weitere Kopie geht allerdings deutlich schneller. Dabei profitiert der Drucker von einer enorm kurzen Aufwärmphase, bis der erste Druck durchgeführt werden kann. Die Zeit bis zum ersten Druck kann je nach Gerät zwischen 12 und 14 Sekunden betragen. Diese Geräte haben also eine hohe Druckkapazität und überzeugen ebenfalls durch hohe Druckqualität, sind dementsprechend aber auch hochpreisig und eher auf den professionellen Gebrauch ausgelegt.

Wer einen A3 Tintenstrahldrucker kaufen möchte, muss nicht so tief in die Tasche greifen und erhält einen PPM-Wert von bis zu 20 oder 21. Der PPM-Wert gibt an, wie viele Seiten der Drucker pro Minute schafft. Die Leistung vom Drucker hängt oft vom jeweiligen Produkt ab, kann in manchen Fällen auch den Laserdrucker übertreffen. Das passiert aber meist nur dann, wenn ein starker Tintenstrahldrucker mit einem schwachen Laserdrucker verglichen wird. Generell ist zu sagen, dass der Tintenstrahldrucker schneller einsatzbereit ist, der Laserdrucker aber im Vergleich wesentlich schneller drucken kann, sobald die Aufwärmphase überbrückt ist.

A3 Zubehör

Zu dem gängigsten A3 Drucker-Zubehör zählen Toner und Tintenpatronen sowie das Papier. Während Tintenpatronen nur bei Tintenstrahldruckern eingesetzt werden, müssen A3 Laserdrucker mit Tonern gefüllt werden.

  • Tinte & Toner

Bei einem A3 Drucker für das Büro werden häufig sogenannte XXL-Patronen genutzt. Diese gibt es sowohl als XXL-Toner, als auch als XXL-Tintenpatronen. Während die XXL-Toner knapp 6.500 Drucke pro Toner schaffen, kommen XXL-Tintenpatronen auf circa 2.000 bis 3.000 Drucke in bunter Farbe.

Zum Vergleich: Normale Toner schaffen zwischen 2.000 und 3.000 Drucken, während die handelsüblichen Tintenpatronen auf einen Wert von knapp 1.000 Drucken pro Patrone kommen.

Beim Papier gelten die gleichen Regeln, die auch beim normalen A4 Drucker gelten. Es muss aber unterschieden werden, ob ein Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker gekauft wird. Während Tintenstrahldrucker sich besser für reine Farbdrucke eignet, arbeiten Laserdrucker effizienter bei Tabellen, Grafiken und anderen Alltäglichen. Beim Papiereinzug sollten Käufer darauf achten, dass der A3 Drucker mehrere Fächer oder Aufteilungen haben kann. Bei den meisten Modellen ist der Einzug so geformt, dass sowohl A3 Papiere, als auch kleinere Formate, wie A4 und A5, eingelegt werden können.

  • Normalpapier (60-90 g/m³)
  • Schweres Papier (91-120 g/m³)
  • Gestrichenes Papier (beschichtetes Papier) - Laserdrucker
  • Folien (glänzendes Papier)
  • Recyclingpapier(80 g/m³)
  • Umschläge
  • Professionelles Fotopapier (210 g/m³) - Tintenstrahldrucker
  • Fotoglanzpapier (270 g/m³) - Tintenstrahldrucker
  • Seidenglanz-Fotopapier (30 g/m³) - Tintenstrahldrucker
  • Mattes Fotopapier (170 g/m³) - Tintenstrahldrucker
  • Luster-Fotopapier (260 g/m³) - Tintenstrahldrucker
  • Hochauflösendes Papier (100 g/m³)

Besonderheiten

A3 Drucker gelten als Ausnahmen, denn die meisten Modelle arbeiten mit DIN A4- und A3-Formaten. So kann man je nach Bedarf zwischen beiden Größen wählen. Allgemein kann man sagen, dass A3 Drucker vor allem beim Drucken von Plänen oder Anleitungen zum Einsatz kommen. Daher sind sie besonders in Bauingenieur- oder Architektenbüros gefragt.  

Vorteile

  • Auch für kleinere Formate konzipiert
  • Als Laserdrucker und Tintenstrahldrucker verfügbar
  • Hohe Lebensdauer
  • Gute Qualität beim Druck

Nachteile

  • Zum Teil hohe Anschaffungskosten
  • Selten genutzte A3-Formate
  • Größer als A4 Modelle

Kundensegment

A3 Drucker können sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden. Während private A3 Drucker den normalen A4 Druckern ähneln und lediglich ein breiteres Papierfach besitzen, werden A3 Drucker für das Büro gerne als Tower angeboten. Tower arbeiten häufig mit XXL-Patronen und XXL-Tonern und können meist mehrere Dokumente gleichzeitig in unterschiedlichen Formaten drucken. Je größer der Drucker, desto mehr Seiten können innerhalb einer Minute gedruckt werden.

Die Drucker-Tower überzeugen im Test durch sehr niedrige Betriebskosten und erlauben eine erweiterte Dokumentenverwaltung. Meist sind solche Geräte gleich mit mehreren PCs oder anderen Endgeräten verbunden, sodass Druckbefehle aus dem Netzwerk übergeben werden können. Ein Tower kann – sofern solch eine Funktion vorhanden ist – gleich mehrere Projekte gleichzeitig bearbeiten. Solche A3 Drucker haben dann aber auch ihren Preis.