Testbericht: Fotodrucker Canon SELPHY CP 1000

Der Fotodrucker Canon SELPHY CP 1000 überzeugt vor allem durch seine Größe, denn er ist zusammengeklappt gerade mal 178 x 135 x 61 mm groß.

Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind

  • Drucker SELPHY CP1000
  • Netzkabel
  • Kompakt-Netzadapter CA-CP200 B
  • Papierkassette PCP-CP400
  • Staubschutzabdeckung Vorderseite

Installation

Die Inbetriebnahme des Canon SELPHY CP 1000 ist einfach und auch ohne Benutzerhandbuch möglich. Man muss lediglich die Papierkassette einsetzen, das Fotopapier mit der glänzenden Seite nach oben einlegen, die Farbpatrone in den dafür vorgesehenen Schacht schieben, das Netzteil anschließen und das Gerät einschalten.

Datenquellen

Als Datenquellen erkennt der Fotodrucker USB-Sticks, Pict-Bridge-kompatible Kameras und Speicherkarten. Kompatibel sind hier SDXC- und SDHC-Karten. Für XD-Karten, MiniSD und MiniSDHC ist ein Adapter notwendig, der nicht im Lieferumfang enthalten ist. Ein Anschluss direkt an den PC ist möglich, jedoch fehlt auch hierfür das nötige Anschlusskabel im Lieferumfang. Der Canon läuft unter Mac und Windows.

Bildgröße & Qualität

Die maximale Bildgröße liegt bei bei 10 x 15 cm, der Ausdruck erfolgt auf speziellem Druckpapier und es kann zwischen 43 verschiedenen Formaten gewählt werden. Die Druckzeit liegt laut Hersteller bei 27 bis 47 Sekunden. Bei der Messung lag sie jedoch bei allen Formaten über 55 Sekunden, was ziemlich lang ist. Gedruckt wird in vier Schritten, in denen der Drucker das Fotopapier immer wieder von hinten nach vorne und wieder zurück zieht. Gelb - Magenta - Blau und anschließend eine Art Schutzschicht.

Die Fotos sind nach dem Druck direkt trocken, mit einer hohen Wischfestigkeit und können sofort verwendet werde. Die weißen Ränder an den Enden können durch die Perforation leicht durch Knicken entfernt werden. Das Papier wird gerade eingezogen und nicht über eine Rolle transportiert, um eine anschließende Wellung der Bilder zu verhindern, was den Herstellern nur zum Teil gelungen ist, denn die Seiten rollen sich ganz leicht nach innen. Das Druckergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Die Farben sind nahezu perfekt und auch Kontrast und Schärfe gehen im Druck nicht verloren.

Druckermenü & Einstellungen

Das Display ist mit einer Bildschirmdiagonale von 6,8 cm sehr klein und die Auflösung auch nicht optimal, als Bildvorschau jedoch völlig ausreichend. Wenn man zwischen mehreren ähnlichen Motiven wählen möchte, empfiehlt sich die Vorauswahl an einem größeren Bildschirm wie z.B. dem Computer.

Die Menüführung ist eher kompliziert, da es aufgrund der Größe des Druckers und des Displays, nur wenige Tasten und Auswahlmöglichkeiten gibt. Einstellbar sind zum Beispiel der Bildausschnitt, die Schärfe, die Helligkeit und die Farbsättigung. Außerdem wurde der Canon auch mit einer Funktion zur automatischen Bildoptimierung ausgestattet. Hierbei werden rote Augen erkannt und automatisch angepasst und im Modus "glatte Haut" korrigiert das Gerät die Hauttöne.

Beim Druck der verschiedenen Oberflächen (Muster), die über das Menü ausgewählt werden können, ist kaum ein Unterschied festzustellen. Hier gibt es vier verschiedene Auswahlmöglichkeiten.

Das Ergebnis der Einstellung schwarz-weiß ist eher weniger zufriedenstellend, denn die Töne reichen hier von einem hellen bis zu einem dunklen grau. Richtiges schwarz und weiß kommen gar nicht vor, weshalb es den Bildern an Kontrast fehlt und meine persönlichen Ansprüche an diese Art der Fotos nicht erfüllt werden.

Bildauswahl

Es ist möglich die Bilder, die man drucken möchte, einzeln auszuwählen, oder man kann über das Menü direkt alle Bilder drucken. Wer hier eine Speicherkarte aus dem letzten Urlaub mit 400 Bildern hat und nicht alle drucken möchte, muss sich wirklich durch alle Bilder einzeln klicken, was Stunden in Anspruch nehmen würde. Hier lohnt sich dann die Sortierung über den Computer. Wem das Anschlusskabel fehlt, der kann die Auswahl der Fotos anschließend einfach wieder zurück auf die Speicherkarte kopieren und dann "alle Fotos drucken" wählen.

Druckverbrauch Farbkassetten und Papier

Der Canon Selphy CP 1000 nutzt Druckerpapier und Farbkartuschen, die auch mit Vorgängermodellen kompatibel sind. Beides gibt es nur im Set. Sie werden in der Regel immer zusammen ausgewechselt. Das Standard-Set KP-36IN beinhaltet 36 Blatt und ist im Handel ab einem Preis von ca. 16 Euro erhältlich.

Die Kosten für einen Ausdruck liegen dadurch bei ca. 44 Cent. Mit dem Set KP-108IN lassen sich ca. 16 Cent sparen. Die Packung enthält 108 Blatt und kostet ca. 30 Euro (ca. 28 Cent/Ausdruck). Weitere kompatible Druckmedien sind KC-18IF (Sticker in Kreditkartengröße) und KC-18IS (Sticker 5×5 cm).

Weitere technische Daten

  • 16,7 Millionen Farben – Auflösung: 300 x 300 dpi
  • Gewicht: ca. 840 Gramm

Fazit

Durch das Display ist der Fotodrucker leicht zu bedienen. Die Zusatzprogramme ermöglichen eine einfache Bildbearbeitung ohne PC, wenn man hier nicht allzu hohe Ansprüche stellt. Aufgrund des Druckverfahrens sind die Fotos sehr lange haltbar. Die Maße und das niedrige Gewicht machen den Canon SELPHY CP 1000 zu dem perfekten Gerät für den mobilen Einsatz.

Ein Nachteil ist jedoch, dass unter anderem der Akku nicht im Lieferumfang enthalten ist und seine Kapazität laut Hersteller auch nur für 36 Fotoprints ausreicht. Des Weiteren fehlt auch das Kabel zum Anschluss an den Computer, was für Fotografen, die ihre Bilder nicht direkt von der Speicherkarte drucken wollen, eher unpraktisch ist. Außerdem unterstützt der Drucker kein WLAN- oder Bluetooth. Drahtloser Druck ist daher nicht möglich, was heutzutage sehr wichtig ist.

Der Canon Selphy CP 1000 ist ein kompakter Fotorucker, der qualitativ sehr hochwertige Fotos verspricht. Wer aber gerne großformatige Fotos selbst ausdrucken möchte, sollte zu einem größeren Modell greifen.

 

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