HP OfficeJet 8700 Serie – neue Perspektiven für den Tintenstrahldruck.

Sie sehen gut aus, und sie haben es in sich: Seit Frühjahr 2016 sind die Neuen aus dem Hause HP jetzt erhältlich, und sie können sich mit ihren erfolgreichen Vorgängern aus der 8600 Serie durchaus messen. Form und Konzept der Multifunktionsgeräte überraschen selbst eingeschworene HP-Kenner – nur der „Einsteiger“ 8710 fällt ein wenig aus dem Rahmen. Die neuen OfficeJet Pro Modelle 8720, 8730 und 8740 dagegen treten auf in strahlendem Weiß mit schwarzen Akzenten, vor allem aber mit neuer Mechanik und in einer für Multifunktionsgeräte ungewöhnlich kompakten Form.

HP Officejet Pro 8730 (D9L20A)

 

 

HP Officejet Pro 8720 (D9L19A)

   

Print Forward Design: Die Funktion formt den Drucker.

Das neue Design der OfficeJet Pro 8700 Geräte ist eine gelungene Umsetzung des Form-follows-Function-Prinzips: Den OfficeJets wurde kein rein optisches Makeover verpasst, sondern eine Architektur, die sich aus einem ganz neuen Papierweg ergibt. Die bedruckten Blätter sammeln sich nämlich nicht mehr auf einem ausgezogenen, sondern in einem innenliegenden Ausgabefach. Diese veränderte Bauweise hat Konsequenzen: Die Integration des Fachs ins Druckerinnere spart einerseits Raum und verhindert, dass Ausdrucke bei erhöhtem Druckaufkommen zu Boden fallen können. Zum anderen – und das ist ohne Zweifel ein entscheidendes Argument – ermöglicht der neue Papierweg einen schnelleren Dokumenteneinzug und damit wesentlich höhere Geschwindigkeiten.

Der schnellste Weg zum doppelseitigen Drucken, Kopieren und Scannen.

Eigentlich logisch: Während die Vorgänger das Papier zum beidseitigen Bedrucken nach der ersten Seite wieder in das Innere des Druckers zurückziehen müssen, sparen die neuen 8700-Modelle viel Zeit durch schnelles internes Wenden der Blätter. Die Folge: Das doppelseitige Drucken geht fast ebenso schnell wie der einseitige Druck – und das beschleunigt auch die Copy- und Scan-Funktionen der Geräte. Je nach Modell verfügen die Drucker über eine oder zwei 250-Blatt-Kassetten, das Nachlegen der Blätter hält sich also auch in Grenzen. Weitere Zeitersparnis: Ab OfficeJet 8730 werden doppelseitige Scan-Vorlagen im „Single-Pass“-Modus, also simultan und damit noch ein ganzes Stück zügiger gescannt! 

Mehr als Standard: Funktionen auf hohem Niveau.

Hier zeigt sich die große Stärke der neuen HP Multifunktionsdrucker: Neben diversen Zusatzfunktionen gehört das automatische doppelseitige Drucken, Kopieren und Scannen für alle zur Grundausstattung, sogar das Fax ist damit duplexfähig. Ein Niveau, das auch den Preis der Modelle erklärt, die HP ab 300 Euro aufwärts (OfficeJet Pro 8720) anbietet. Berücksichtigt man die Einsparmöglichkeiten durch doppelseitige Papiernutzung und XXL-Patronen, können die Kosten allerdings dennoch moderat bleiben.

Allein der OfficeJet Pro 8710 hat einen geringeren Anschaffungspreis: Das Gerät ist weniger üppig ausgestattet und schon für rund 200 Euro zu haben. Mit Duplex-ADF, randlosem Fotodruck und einem Drucktempo von 22 Seiten pro Minute verfügt aber schon der Kleinste der Neuen über beachtliche Funktionen.

Business-Extras inklusive – die OfficeJets mit Laserdruck-Charme.

Druckt Fotos wie ein Tintenstrahler, fühlt sich an wie ein Laser: Über die HP-typische Druckqualität in Farbe und Schwarzweiß muss nicht viel gesagt werden, hier ist auf die Modelle hundertprozentig Verlass. Mit seiner innovativen Handhabung erinnert speziell diese OfficeJet Serie jedoch stark an den Laserdrucker: Zum einen durch seine auch im Duplex-Modus kaum reduzierte ISO-Geschwindigkeiten (8720: 24 S./Min. in Schwarzweiß), zum anderen aber auch durch seine verdeckte Papierausgabe. Die Geräte legen nämlich das Papier mit der bedruckten Seite nach unten ins Ausgabefach – also so, wie es im Laserdruck üblich ist. Vor allem, wenn es um vertrauliche Dokumente geht, kann sich das als echter Pluspunkt erweisen.

Zentral platziert und bedienerfreundlich: Das Display.

Und noch eine Neuerung fällt sofort ins Auge: Das Farb-Touch-Display sitzt bei den neuen Geräten frontal vor der Papierausgabe. Mit 4,3 Zoll (10,92 cm) ist es – ab OfficeJet 8720 – angenehm großzügig bemessen und lässt sich intuitiv bedienen. Aktionen wie ADF-Kopier- und Scanaufträge oder auch das Scannen auf USB-Stick oder in die Cloud können so ohne Umweg über den PC ganz einfach gesteuert werden. Besonders nutzerfreundlich: Über die mitgelieferte Software lässt sich die Funktions-Oberfläche des Displays den eigenen Arbeitsgewohnheiten anpassen.

Eine neue Tintenformel und bewährte Spar-Optionen.

Wischfest, UV-beständig, widerstandsfähiger gegen Verschmieren und Verwischen: Laut Hersteller wurden die für die 8700-Serie konzipierten Tintenpatronen noch einmal optimiert. Die Pigment-Tinten sollen so für noch beständigere Ausdrucke sorgen – ein Plus nicht nur für den Farbdruck, sondern auch für die Erstellung offizieller Dokumente. Wer seine Tintenkosten senken will, kann durch den Einsatz passender HP XXL-Patronen besonders im Textdruck einiges an Kosten sparen.

Daneben sind alle Geräte der Serie kompatibel mit dem HP Tintenlieferservice Instant Ink. Diesem Service liegt eine simple Mechanik zugrunde: Der Drucker merkt, wie hoch oder niedrig der Tinten-Füllstand ist, und meldet rechtzeitig und selbsttätig seinen Bedarf an. Instant Ink lohnt sich allerdings in erster Linie für den Business-Bereich – hier kann bei kontinuierlich großen Druckvolumen durchaus gespart werden. Vor allem aber dürfte der „Rundum-Sorglos“-Aspekt reizvoll sein: Engpässe werden so von vornherein ausgeschlossen.

Von USB bis NFC: Beim OfficeJet 8700 ist alles drin.

Über fehlenden Anschluss können sich die neuen Multifunktionsgeräte nicht beklagen:

Neben Ethernet, WLAN und USB hat der Hersteller die Modelle auch mit Wireless Direct Printing, HPs eigener Wi-Fi Direct-Version, sowie NFC-Technik (Near Field Communication) ausgestattet. Ein kluge Investition, zumal heute immer mehr Hersteller von Mobilgeräten die netzwerkunabhängige NFC-Verbindung unterstützen. Und auch sonst sind die Geräte der 8700 Serie in Sachen Mobilität rundum kompatibel: HP ePrint und Apple AirPrint ermöglichen das Senden von Druckaufträgen von fast jedem beliebigen Ort; die Apps können schnell und unkompliziert heruntergeladen werden.

Verwaltungstools à la HP: Ein bisschen Einarbeitung lohnt sich.

Wie schon seine Vorgängerserie 8600 hat HP auch die neuen Office-Geräte mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten aus dem HP JetAdvantage-Portfolio ausgestattet. Einmal installiert, können die Software-Lösungen besonders für Umgebungen mit mehreren Druckern tatsächlich viele Prozesse erleichtern: So werden damit zum Beispiel der Umgang mit sensiblen Daten und der Zugriff sowie die Sperrung für ausgewählte Anwendungsgruppen zentral gesteuert. Was vielleicht auf den ersten Blick nur für größere Unternehmen relevant erscheint, kann sehr schnell auch für kleinere wichtig werden: Gerade Büros, die sich zukunftsfähig aufstellen wollen, tun gut daran, sich von Anfang an mit diesen Optionen auseinanderzusetzen.

„A great little office machine“: Die 8700 Serie könnte neue Maßstäbe setzen.

Schon kurz nach ihrer Einführung wurden die neuen Multifunktionsgeräte von Kennern der Drucker-Szene eingehend unter die Lupe genommen. „A great little office machine“ nannte William Harrel vom amerikanischen „Computer Shopper“ den OfficeJet Pro 8740; die Zeit und die Erfahrung der Nutzer werden zeigen, wie sich die Neuen auf Dauer bewähren. Unsere Prognose: Die Print-Forward-Drucker werden die Drucktechnologie einen beachtlichen Schritt voranbringen – und den Abstand zwischen Tintenstrahl- und Laserdrucker weiter verringern.