Bewerbungsfotos selber machen

Sie möchten Ihre Bewerbungsfotos ganz ohne professionelle Hilfe eines Fotografen anfertigen und damit Kosten sparen? Um hierbei erfolgreich zu sein, sollten Sie auf folgende Dinge unbedingt achten.

Was Sie benötigen:

  • Eine Kamera mit Selbstauslöser und Stativ (alternativ geht natürlich auch ein Bücherstapel oder Sie können jemanden bitten das Foto für Sie zu machen)
  • Einen neutralen Hintergrund (am besten eine helle Wand – keine dunklen Hintergründe, das wirkt düster und unfreundlich)
  • Licht – am besten fotografieren Sie bei Tageslicht, wenn das Licht von vorne kommt, vermeidet man einseitige Schatten im Gesicht (also nicht seitlich zu einem Fenster stellen)
  • gegebenenfalls zusätzlich einen Blitz oder einen Reflektor verwenden
  • einen Computer und eventuell ein Bildbearbeitungsprogramm mit dem Sie die entstandenen Bilder zum Schluss noch optimieren und ihnen den letzten Schliff verpassen können
  • einen Drucker um das fertige Bewerbungsfoto auszudrucken (falls Sie die Bewerbung in Papierform versenden möchten) die besten Ergebnisse erzielen Sie natürlich mit einem speziellen Fotodrucker und dem passenden Druckerzubehör

Wie posieren Sie vor der Kamera:

  • leicht seitlich stehen und den Kopf zur Kamera drehen (gegebenenfalls auf Ihre Schokoladenseite achten)
  • offene, freundliche Arme (nicht verschränken, das wirkt abweisend und desinteressiert)
  • freundliches Lächeln auch bei Männern
  • den Kopf gerade halten und nicht schräg zur Seite neigen
  • so natürlich und ungestellt wie möglich – seien Sie ganz Sie selbst

Was Sie anziehen sollten:

  • auf jeden Fall dem Job entsprechend kleiden (nicht bei jedem Job muss es Hemd, Krawatte und Anzug oder Hosenanzug sein, oftmals reichen auch Hemd oder Bluse) bei einem Job im Business Bereich jedoch auf Nummer sicher gehen
  • Haare und Make-up sollten Sie auf jeden Fall so natürlich wie möglich halten (ihr zukünftiger Arbeitgeber möchte wissen wie Sie wirklich aussehen und nicht wie Sie aussehen, wenn Sie am Wochenende feiern gehen)

Was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten:

  • knallige und zu auffällige, extravagante Kleidung
  • Daumen nach oben oder die Visitenkarte in die Kamera halten
  • Laszive oder grimmige Blicke
  • Ganzkörperfotos (egal was Sie für eine Figur haben)
  • zerrissene oder ungebügelte Kleidung
  • Hände im Gesicht oder in den Haaren (wirkt nicht professionell)
  • Sichtbare Piercings oder Tattoos (am besten für das Foto entfernen oder abkleben/verdecken)
  • übermäßig viel Schmuck
  • Kopfbedeckungen (keine Hüte, Mützen usw)

Wenn Sie alles vorbereitet haben und sich wohl und passend angezogen fühlen, dann kann es auch schon los gehen. Sollten Sie keinen neutralen Hintergrund in den eigenen vier Wänden haben, können Sie selbstverständlich auch nach draußen gehen. Hier sollten Sie jedoch zu grelles Sonnenlicht vermeiden, das macht harte Schatten und auch zugekniffene Augen sehen auf einem Bewerbungsfoto nicht unbedingt optimal aus.

Sie stellen sich an den Ort Ihrer Wahl und platzieren die Kamera mit Stativ so, dass Sie auf Augenhöhe fotografieren. Kleidung sollte keine unnötigen Falten werden oder unvorteilhaft verrutscht sein. Probieren Sie verschiedene Posen und unterschiedliche Kamerapositionen aus, sodass Sie am Ende ein paar Auswahlmöglichkeiten haben und sich für das Beste entscheiden können. Lieber ein paar Fotos zu viel gemacht, als zu wenig und von vorne anfangen zu müssen.

Wenn Sie mit Ihren Bewerbungsfotos zufrieden sind, können Sie sie von ihrer Speicherkarte auf den Computer importieren und in groß noch einmal checken, ob sie auch wirklich scharf geworden und gut ausgeleuchtet sind. Suchen Sie sich Ihr Lieblingsfoto aus und importieren Sie es in ein Bildbearbeitungsprogramm. (Diesen Schritt können Sie natürlich auch weg lassen) Hier haben Sie jetzt die Möglichkeit noch ein paar Einstellungen vorzunehmen, bevor Sie das Foto Ihrer Bewerbung hinzufügen.

Sie können Helligkeit und Farbtöne anpassen und einen geeigneten Bildausschnitt wählen. (Unnötigen Hintergrund wegschneiden, sodass Ihr Portrait schön im Mittelpunkt ist) Den Kopf dabei nicht anschneiden und auch Hals und Schultern sollten auf dem Bild mit drauf sein. Bitte keine aufwändige Retusche vornehmen, auch hier gilt – je natürlicher, desto besser.

Zuletzt fügen Sie das Bild Ihrer Bewerbung bei. Das können Sie natürlich digital machen, oder Sie drucken es aus und kleben es auf die erste Seite Ihrer Bewerbung. Es sollte nicht größer als 10x15cm sein, aber auch nicht so klein, dass man Sie nicht mehr erkennen kann.

Reicht ein Smartphone aus um Bewerbungsfotos selbst zu machen?

Die Antwort lautet ja und nein, denn es kommt darauf an, wo und als was Sie sich bewerben möchten. Bei einem Aushilfsjob oder einem Studentenjob ist das Smartphone oftmals von der Qualität her ausreichend. Wenn Sie sich jedoch für einen höher qualifizierten Job bewerben, dann ist eine gute Qualität der Bewerbungsfotos sehr wichtig.Vergessen Sie nicht, dass das Foto das erste ist, was Ihr potentieller, zukünftiger Arbeitgeber von Ihnen sieht und der erste Eindruck zählt.

Wenn schon das Foto unprofessionell aussieht, dann lässt das schnell auf eine unprofessionelle Bewerbung und auch Arbeitsweise schließen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte sollte sich überlegen, ob ein ausgebildeter Fotograf, der sich damit auskennt, nicht doch die bessere Wahl wäre.